Ermstal-Obst-Radweg

Radfahren

Der Radweg führt durch das Ermstal und stellt eine Verbindung zum Neckartalradweg im Norden sowie dem Lautertalradweg im Süden her. Über den Lautertalradweg ist der Donautalradweg erreichbar.  Verschiedene Routen des Ermstal-Obst-Radweges ermöglichen es, obstbauliche Sehenswürdigkeiten oder Aussichtspunkte individuell in die Radwanderung miteinzubeziehen.  

 

  • Typ Radfahren
  • Schwierigkeit
  • Dauer 46:39 h
  • Länge 171,3 km
  • Aufstieg 671 m
  • Abstieg 177 m
  • Niedrigster Punkt 291 m
  • Höchster Punkt 866 m

Beschreibung

Der Radweg führt durch das Ermstal und stellt eine Verbindung zum Neckartalradweg im Norden sowie dem Lautertalweg im Süden her. Über den Lautertalweg ist der Donauradweg erreichbar.

 Das Ermstal hat eine lange Obstbau-Tradition und zeichnet sich durch ein breites Spektrum an verschiedenen Obstkulturen aus. Ausgedehnte Streuobstwiesen mit einer Vielzahl alter Kernobstsorten, Süßkirsch und Walnussbeständen, aber auch Reben prägen diese Region und bieten Einheimischen als auch Gästen ein Stück Erholung in einer intakten Kulturlandschaft.

 Lehrpfade, Schaugärten, und das Obstbaumuseum Glems informieren entlang des Radweges über die Arbeit in Streuobstwiesen und deren Bedeutung. In einer Vielzahl gastronomischer Betriebe können regionale Obstprodukte verkostet werden. Die Betriebe sind über die Homepage der IG Ermstal einsehbar.

Unsere Radtour beginnt im Ortszentrum von Neckartenzlingen und führt zunächst entlang der L1208b Richtung Bempflingen. Dort besteht die Möglichkeit dem Radweg Richtung Riederich zu folgen oder über Kleinbettlingen sowie Grafenberg nach Metzingen zu gelangen.

Die zweitgenannte Variante lockt durch besonders schöne Aussichtspunkte wie dem Grafenberg oder Floriansberg aber auch das Arboretum mit einer großen Anzahl verschiedener Baumarten ist einen Abstecher wert.

Wählen Sie die Variante Richtung Riederich, besteht dort abermals die Möglichkeit Richtung Grafenberg abzubiegen. Auch können Sie direkt durch die Ortsmitte nach Metzingen fahren oder Sie machen einen Abstecher beim Wild- und Streuobstlehrpfad, zwischen Riederich und Mittelstadt gelegen, und folgen von dort dem Streckenverlauf westlich der B312.

Alle Radwege treffen sich in der Outletstadt Metzingen wieder, die zu Bummeln einlädt. Ein weltweit einzigartiges Ensemble stellen die sieben Keltern auf dem Kelternplatz dar, sie zeugen noch heute von der weinbaulichen Bedeutung Metzingens, die im Weinbaumuseum erlebt werden kann.                                                                                                                                                                             Doch auch heute wird noch an den Hängen um den Hofbühl erfolgreich Wein angebaut. Der Kern dieser Weinberge ist vulkanischen Ursprungs (schwäbischer Vulkan), weshalb sich in ihrem Inneren auch Basalttuff findet. Das Anbaugebiet liegt östlich des Radweges nach Neuhausen und Dettingen.

Weitaus größere Bedeutung als der Weinbau, hat jedoch der Streuobstbau im Ermstal. Um mehr über diesen zu erfahren, empfiehlt es sich dem Radweg in Richtung Glems, über den Naturlehrpfad zu folgen. Glems wird umgeben von Streuobstwiesen und so liegt es nahe, dass gerade hier Lehrpfade zum Thema Kirschen und Birnen eingerichtet wurden. Ein obstbauliches Highlight stellt das Obstbaumuseum in Glems dar, das über die Bewirtschaftung und Entstehung der schwäbischen Streuobstwiesen informiert.

Der Radweg über Glems trifft am historischen Ortskern von Dettingen an der Erms wieder auf den von Neuhausen kommenden Radweg. 

Der Weg verläuft ab Dettingen durch Streuobstbestände nach Bad Urach, staatlich anerkannter Luftkurort und Heilbad. In der kalten Jahreszeit bietet sich ein Halt an Baden Württembergs heißester Thermalquelle den Albthermen an. Diese finden sich gleich am Ortseingang von Bad Urach. Dort zweigt auch, etwas versteckt, ein Weg ab, der unter einer Brücke zum Lehr- und Schaugarten des Obst- und Gartenbauvereins führt. Vor der Innenstadt gabelt sich der Weg, wobei der westliche den Historischen Ortskern umgeht. Dieser ist jedoch wegen seiner schmucken Fachwerkhäuser und des Schlosses sehr sehenswert.                                                                                                                                                                                                                                                           

Beide Wege treffen sich weiter südlich am Ortsausgang Richtung Münsingen wieder (beim Bahnhof), wo die Erms das schmale Seeburger Tal geformt hat.

Entlang von diesem führt der Radweg vorbei an Felsen, Ruinen und Höhlen, wovon vorallem die Burgruine Hohen Wittlingen und die Schillerhöhle (fiktiver Schauplatz des Romans Rulaman) erwähnenswert sind. Auf ca. halber Strecke des Tales finden sich Fischteiche, die Angelfans von weither locken.                                                                                                                                        

Der Weg führt weiter durch Seeburg, ein beschauliches Dorf, wo der Fischbach in die Erms mündet. Ab Seeburg beginnt der steilste Teil der Etappe, durch das Trailfinger Tal, das von Hangbuchen- und Hangschuttwäldern gesäumt wird, dem naturräumlichen Alleinstellungsmerkmal des Biosphärengebiets Schwäbische Alb. Am Talende entspringt die Erms.

Auf der Albhochfläche angekommen gabelt sich der Weg in Trailfingen, wobei der nach Süden verlaufende Weg nach Münsingen führt. Von Münsingen aus haben Sie Anschluss an die Schwäbische-Alb-Bahn die regelmäßig zwischen Schelklingen und Gammertingen verkehrt. Biegt man nach Osten ab, so radelt man entlang des ehemaligen Truppenübungsplatzes bis zum Ziel der Etappe, dem Alten Lager.                                                                        

Das Alte Lager ist eine unter Denkmalschutz stehende ehemaligeTruppenunterkunft aus der Kaiserzeit. Seit Abzug des Militärs und der Entstehung des Biosphärengebiets ist das Biosphärenzentrum Schwäbische Alb dort untergebracht. Durch eine interaktive Ausstellung erfahren Besucher dort allerhand über Themen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb. Neben dem Biosphärenzentrum dient das alte Lager auch als Geschäftsstelle des Vereins Geopark und verschiedenen Hochschulen zu Forschungszwecken.            

           

Tolle Landschaft in Verbindung mit obstbaulichen Sehenswürdigkeiten.

Aus Stuttgart: B27/312, Ausfahrt Neckartenzlingen/Bempflingen dort links abbiegen auf die L1208b
Mit dem ICE nach Stuttgart oder Plochingen, von dort die Bahnlinie Stuttgart - Reutlingen - Tübingen nutzen. In Bempflingen oder alternativ Metzingen aussteigen.