Albtraufroute

Radfahren

Die Albtraufroute, mit ihrem exakt 100 Kilometer langen Rundkurs, durchläuft 3 bemerkenswerte Landschaften des Landkreises Göppingen. Die Strecke führt durch wunderschöne Landschaften ebenso wie durch Städte und Ortschaften, die mit ihrer Fachwerkarchitektur zum verweilen einladen. Die Strecke ist in beide Richtungen befahrbar und ist wegen ihrer teilweisen Führung auf einer ehemaligen Bahntrassee sehr familienfreundlich.

© Autor: Thorsten Rösch, Quelle: Göppingen - Stuttgart-Marketing GmbH
  • Typ Radfahren
  • Schwierigkeit mittel
  • Dauer 10:00 h
  • Länge 100,7 km
  • Aufstieg 1414 m
  • Abstieg 1414 m
  • Niedrigster Punkt 412 m
  • Höchster Punkt 856 m

Beschreibung

Die Schwäbische Alb und ihr Vorland, Bestandteile der einzigartigen südwestdeutschen Schichtstufenlandschaft, zählen zu den prägenden Landschaftselementen des Landkreises Göppingen. Nach Nordwesten bildet der hunderte von Metern überwindende Steilabfall die weithin sichtbare „blaue Wand“ aus: den Albtrauf. Richtung Südosten flacht die sanft geneigte Albhochfläche fast unmerkbar zur Donau hin ab. Der Albtrauf ist Namensgeber der neuen, exakt 100 Kilometer langen, landschaftlich und kulturell sehr abwechslungsreichen Fahrradroute im Landkreis Göppingen und seinen Nachbarregionen.

In dieser Form einzigartig ist die sogenannte doppelte Schichtstufe, wie Sie im BereichdesOberen Filstals, dem sogenannten Goißatäle, ausgeprägt ist. Sie entstand durch das tiefe Einschneiden der Fils in die verkarsteten Jura-Formationen der Schwäbischen Alb in paralleler Lage zur Traufkante. Dadurch entstand optisch der Eindruck eines doppelten Albtraufs. Über das flach ansteigende Filstal gelangt man vergleichsweise bequem auf die Hochfläche der Kuppenalb. Dieser vom Menschen weithin für die Landwirtschaft nutzbar gemachte Raum unterscheidet sich deutlich von den engen und waldreichen Tälern. Von den Höhen der Alb bieten sich an vielen Stellen herrliche Ausblicke auf das besonders reizvolle Obere Filstal. Vielfalt und Anmut der kultur-landschaftlichen Ausprägungen bieten jede Menge Abwechslung im gesamten Streckenverlauf.

Der Startpunkt der Albtraufroute lässt sich flexibel wählen. Wenn Sie mit dem Zug anreisen -gut geeignet sind die IRE- oder RE-Verbindungen des Filstaltakts auf der Strecke Stuttgart-Ulm - sind die Große Kreisstadt Geislingen/Steige sowie Amstetten (Württemberg) ideale Ausgangspunkte. Reisen Sie mit dem Auto an, gibt es zahlreiche Parkmöglichkeiten am Bahnhöfle bzw. am Reußenstein. Die Gemeinde Schopfloch, in der der Rad-Wander-Bus des VVS hält, ist ebenfalls mit der Albtraufroute verbunden.

Die Radroute führt durch drei bemerkenswerte Landschaften des Landkreises Göppingen: Goißatäle, Albhochfläche, Eyb- und Roggental. Das Goißatäle beginnt in Geislingen/Steige (418 m) und führt über das sich anschließende Hasental bis hinauf zum Bahnhöfle (709 m) bei Wiesensteig. Da die Route hier überwiegend auf einer ehemaligen Bahntrasse verläuft, gestalten sich die Steigungsverhältnisse sehr familienfreundlich. Ab dem Bahnhöfle fährt man bis Böhmenkirch auf der vergleichsweise sanft bewegten Albhochfläche. Im Ringschluss nach Geislingen erreicht die Tour das Eyb- und Roggental, die in einem wunderschönen Naturschutzgebiet liegen. Direkt am Weg finden sich die Untere und Obere Roggenmühle sowie das sagenumwobene Mordloch, ein geheimnisvoller Karsthöhleneingang, der bereits als Tatort eines erfolgreichen Kriminalromans zu Ehren kam.

Die Albtraufroute ist grundsätzlich in beide Richtungen zu befahren und bietet eine Fülle von attraktiven Freizeitmöglichkeiten:

  •  Zahlreiche Einkehrgelegenheiten in Gaststätten, um gutes Essen mit regionalem Bezug zu genießen - und um sich zu erholen.
  • Pedelec-Verleihsystem des Helfensteiner Landes sowie BikePoints in vielen Gemeinden
  • Attraktive Freizeiteinrichtungen wie Freibäder (Geislingen, Wiesensteig) und die bekannten Thermen und Quellen in Bad Überkingen und Bad Ditzenbach.
  • Exotische Tiere auf der Straußenfarm bei Böhmenkirch als herrliches Fotomotiv.

Darüber hinaus wartet die Albtraufroute auch mit geologischen Highlights wie der Schertelshöhle bei Westerheim auf. In der bekannten Tropfsteinhöhle, typisches Element von Karstgebieten, lassen sich formvollendete Stalaktiten und Stalagmiten bewundern. Ebenso laden die Städte Wiesensteig und Geislingen/Steige mit ihrer Fachwerkarchitektur dazu ein, auch einmal vom Rad abzusteigen und durch die romantischen Straßen zu flanieren.

Insgesamt ist die Route jedoch in erster Linie von der Natur geprägt, ihren idyllischen Tälern und der weiträumigen Albhochfläche. Ganz in der Nähe des verträumten Fachwerkstädtchens Wiesensteig (mit sehenswertem Residenzschloss der Helfensteiner) befindet sich die Filsquelle. Ein wunderschöner Ort zum Rasten und Verweilen. Weitere Höhepunkte der Route sind die oberhalb von Bad Ditzenbach gelegene Ruine Hiltenburg sowie die weit über die Region hinaus bekannte barocke Wallfahrtskirche Ave Maria.

Von Amstetten (Württemberg) in Richtung Waldhausen lockt ein weiterer Anziehungspunkt: die sogenannte Lokalbahn Amstetten-Gerstetten. Auf dieser Schienenstrecke verkehren historische Lokomotiven und Dieseltriebwagen im Museumsbetrieb der Ulmer Eisenbahnfreunde. Die Albtraufroute folgt bis Waldstetten teilweise parallel zu den Gleisen und bietet wunderschöne Fotomotive auf der Albhochfläche.

Eine weitere Besonderheit der Route sind die vielen BikePoints des Helfensteiner Landes (www.helfensteiner-land.de). Wer die Route entspannt und ohne große Anstrengung genießen möchte, kann hier ein Pedelec ausleihen. Die Vorbuchung dieses Angebots wird empfohlen. Zahlreiche Übernachtungs- und Einkehrmöglichkeiten runden das Angebot ab.

  • Die Beschilderungskonzeption der Albtraufroute wurde nach den bundeseinheitlichen Kriterien der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) entwickelt.
  • Das Logo der Route ist ein grünes A auf gelbem Grund mit stilisierter Darstellung des markanten Albprofils.
  • Die Hauptwegweiser geben detaillierte Entfernungsangaben und Sonderziele wie die Ortsmitten an. Zwischenwegweiser sorgen für eine unkomplizierte Wegführung. Ortseingangstafeln zeigen dem Radfahrer stets an, in welcher Gemeinde er sich gerade befindet.
  • Die Route ist mit den überregionalen Radwanderwegen wie dem Alb-Neckar-Weg und dem Schwäbische-Alb-Weg verknüpft. Ebenso bestehen attraktive Verbindungen zu den Radwegenetzen der Nachbarlandkreise des Landkreises Göppingen.
  • Bahnanschluss in Geislingen/Steige sowie Amstetten (Württemberg) zum IRE, RE und RB des Filstaltaktes zwischen Stuttgart und Ulm. Innerhalb des Mobilitätsverbundes Filsland ist die Fahrradmitnahme in RE und RB kostenlos. Der Bahnhof Geislingen/Steige ist außerdem über das Metropol-Tagesticket erreichbar.  
Start- und Endpunkt sind freiwählbar (hier ab Geislingen/Steige).

Geislingen/Steige - Eybach - Treffelhausen - Böhmenkirch - Steinenkirch - Waldhausen - Schalkstetten - Stubersheim - Amstetten - Türkheim - Aufhausen - Westerheim - Bahnhöfle - Filsursprung - Wiesensteig - Mühlhausen/Täle - Gosbach - Bad Ditzenbach - Deggingen - Hausen - Bad Überkingen - Geislingen/Steige

Keine besondere Ausrüstung notwendig
Bei der Anfahrt mit dem Zug auf der Verbindung Stuttgart - Ulm eignen sich die Haltestellen Geislingen/Steige und Amstetten (Württemberg) hervorragend als Startpunkt. Mit dem Pkw gibt es zahlreiche Parkmöglichkeiten u.a. am Bahnhöfle oder Reußenstein. In der Gemeinde Schopfloch hält zudem der Rad-Wander-Bus des VVS.
Es gibt mehrere Parkmöglichkeiten u.a. empfiehlt sich der Parkplatz am Bahnhöfle oder am Reußenstein.
Gute Verbindung zu den Haltestellen Geislingen/Steige und Amstetten (Württemberg), mit dem Zug auf der Strecke Stuttgart - Ulm. Auch kann mit dem Filstal Mobilitätsverbundes ein anderer Startpunkt leicht erreicht werden. In der Gemeinde Schopfloch hält ausserdem der Rad-Wander-Bus des VVS.